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Nächtliche Szene unter einer Brücke im Neonlicht, Bildwelt des Ideenkartells aus Meckenheim bei Bonn Der Patron im schwarzen Anzug sitzt im Ledersessel, Symbolfigur des Ideenkartells

Wie viele Seiten braucht eine Handwerker-Website?

Mehr als bisher und weniger, als manche Agentur verkauft. Ein realistischer Seitenplan und die Rechnung dahinter.

Die Frage kommt in jedem Erstgespräch: Wie viele Seiten braucht das denn? Die Antwort lautet fast immer, dass es mehr sein sollten als bisher und weniger, als manche Agentur verkauft. Hier ist die Rechnung dahinter.

Die Grundregel

Eine Seite pro Sache, nach der jemand sucht. Das klingt simpel, entscheidet aber über die halbe Sichtbarkeit. Wenn ein Elektrobetrieb Photovoltaik, E-Ladestationen, Elektroinstallation und Smart Home anbietet, sind das vier Themen, nach denen unterschiedliche Menschen unterschiedlich suchen. Vier Seiten also, nicht eine Liste mit vier Aufzählungspunkten.

Der Grund ist banal: Google kann einer Seite nur ein Hauptthema zuordnen. Eine Seite, die vier Dinge gleichzeitig behandelt, wird für alle vier mittelmäßig bewertet statt für eines gut.

Ein realistischer Seitenplan

Für einen typischen Handwerksbetrieb mit vier Gewerken sieht das so aus:

  • Startseite
  • vier Leistungsseiten, eine je Gewerk
  • Über uns mit Team und Betrieb
  • Referenzen oder Projekte
  • Karriere, wenn Sie Leute suchen
  • Kontakt
  • Impressum und Datenschutz

Macht elf Seiten, davon zwei rechtlich vorgeschrieben. Das ist für die allermeisten Betriebe die richtige Größenordnung, und es entspricht ungefähr dem, was in einem mittleren Paket steckt.

Wann mehr Seiten sinnvoll sind

Wenn Sie in mehreren Orten arbeiten und dort auch gefunden werden wollen, kommen Standortseiten dazu. Aber Vorsicht: Eine Standortseite muss echten eigenen Inhalt haben. Zwanzig Seiten, auf denen jeweils nur der Ortsname ausgetauscht wurde, wertet Google als das, was sie sind, nämlich Dubletten. Drei gut gemachte Ortsseiten bringen mehr als zwanzig kopierte.

Dasselbe gilt für Unterleistungen. Wenn Badsanierung ein großer Teil Ihres Geschäfts ist und viel gesucht wird, verdient das eine eigene Seite unter Sanitär. Wenn es einmal im Jahr vorkommt, gehört es in einen Absatz.

Wann weniger besser ist

Wenn Sie die Seiten nicht mit Substanz füllen können. Eine Leistungsseite mit drei Sätzen schadet mehr, als sie nützt, weil sie den Eindruck erweckt, dass da nichts dahintersteht. Lieber vier gute Seiten als neun dünne.

Ein guter Test: Können Sie zu dem Thema fünf Minuten am Telefon reden, ohne nachzudenken? Dann reicht es für eine Seite. Wenn nicht, ist es ein Absatz auf einer anderen.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Ein Elektrobetrieb mit sieben Leuten in Rheinbach, tätig in Rheinbach, Meckenheim und Swisttal, mit den Schwerpunkten Elektroinstallation, Photovoltaik, Ladestationen und Smart Home. Der Seitenplan sieht so aus:

  • Startseite mit allen vier Schwerpunkten angerissen
  • vier Leistungsseiten, je eine pro Schwerpunkt
  • eine Seite Photovoltaik für Rheinbach, weil das der stärkste Suchbegriff mit dem größten Auftragswert ist
  • Referenzen mit sechs bebilderten Projekten
  • Karriere, weil zwei Stellen offen sind
  • Über uns, Kontakt, Impressum, Datenschutz

Zwölf Seiten. Nicht dreißig, obwohl man leicht auf dreißig käme, wenn man jede Ortskombination durchdekliniert. Und nicht fünf, obwohl das schneller fertig wäre. Wie so ein Plan im Bonner Umland aussieht, zeigen wir auch auf der Seite Werbeagentur Meckenheim.

Die Seiten müssen untereinander verlinkt sein

Ein Punkt, der fast überall fehlt. Es reicht nicht, zwölf Seiten zu haben, die nur über das Menü erreichbar sind. Von der Photovoltaik-Seite sollte ein Satz zur Ladestation führen, weil beides oft zusammen angefragt wird. Von der Referenzseite sollte jedes Projekt auf die passende Leistung zeigen.

Das hilft Besuchern, die weiterlesen wollen, und es zeigt Google, welche Ihrer Seiten Sie selbst für wichtig halten. Eine Seite, auf die nur das Menü zeigt, wird schwächer bewertet als eine, auf die aus dem Text heraus fünfmal verwiesen wird. Mehr dazu, wie diese Bewertung zustande kommt, steht unter SEO-Optimierung.

Was auf eine Leistungsseite gehört

Was Sie konkret machen, für wen, in welchem Gebiet. Wie ein typischer Ablauf aussieht, von der Anfrage bis zur Abnahme. Eine grobe Preisorientierung, auch wenn es nur eine Spanne ist. Ein oder zwei Beispiele mit Bild. Und am Ende ein deutlicher Kontaktweg, nicht nur ein Link zur Kontaktseite.

Was nicht draufgehört: Ihre Firmengeschichte, allgemeine Erklärungen zum Gewerk und Sätze wie Qualität steht bei uns an erster Stelle. Das schreibt jeder, deshalb glaubt es niemand mehr. Wie wir eine solche Seite aufbauen, steht im Detail unter Webdesign.

Und der Ratgeber?

Beiträge lohnen sich, wenn Ihre Kundschaft vor der Entscheidung recherchiert. Bei größeren Investitionen ist das der Fall, bei einem verstopften Abfluss nicht. Wenn Sie sich unsicher sind, fangen Sie nicht damit an. Ordentliche Leistungsseiten und ein gepflegtes Google-Profil bringen für lokale Betriebe fast immer mehr als der zwanzigste Blogbeitrag.

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