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Nächtliche Szene unter einer Brücke im Neonlicht, Bildwelt des Ideenkartells aus Meckenheim bei Bonn Der Patron im schwarzen Anzug sitzt im Ledersessel, Symbolfigur des Ideenkartells

Mit der eigenen Website Bewerber finden

In den meisten Betrieben fehlen keine Aufträge, sondern Leute. Trotzdem versteckt sich die Stellenanzeige als PDF im Fußbereich.

In den meisten Betrieben, mit denen wir reden, ist nicht der Auftragsmangel das Problem. Es ist der Mangel an Leuten, die die Aufträge abarbeiten. Trotzdem ist die Website fast überall ausschließlich auf Kundschaft ausgerichtet, und die Stellenanzeige versteckt sich als PDF im Fußbereich. Das ist eine verschenkte Gelegenheit, denn wer sich bewirbt, schaut sich vorher an, wo er landen würde.

Was Bewerber tatsächlich suchen

Fragen Sie Ihre letzten drei Neuzugänge, was sie vor der Bewerbung wissen wollten. Die Antworten ähneln sich erstaunlich: Wie ist der Chef? Wer arbeitet da sonst noch? Was verdiene ich ungefähr? Muss ich ständig Überstunden machen? Wie weit ist es von zu Hause?

Auf keiner dieser Fragen gibt eine übliche Betriebswebsite eine Antwort. Sie erklärt stattdessen die Leistungen, die den Bewerber gar nicht interessieren, weil er das Handwerk ohnehin kennt.

Eine eigene Seite, nicht ein PDF

Der wichtigste Schritt ist der einfachste: Bauen Sie eine eigene Karriereseite. Nicht ein PDF mit Stellenanzeige, sondern eine echte Seite, die Google finden und lesen kann. Wer im Umkreis nach Arbeit in Ihrem Gewerk sucht, tippt das bei Google ein, und ein PDF taucht dort praktisch nie auf.

Auf diese Seite gehört, was ein Bewerber wissen will, in seiner Sprache: Wie viele Leute im Team, welche Art von Aufträgen, welche Arbeitszeiten, wie die Einarbeitung abläuft, ob es einen festen Feierabend gibt. Wenn Sie Fahrzeuge stellen, Arbeitskleidung stellen, Fortbildungen zahlen, dann steht das dort und nicht im Kleingedruckten.

Gehalt nennen oder nicht

Die unbequeme Wahrheit: Anzeigen mit Gehaltsangabe bekommen deutlich mehr Bewerbungen. Wer keine Spanne nennt, wird von einem Teil der Interessenten übersprungen, weil sie annehmen, dass es etwas zu verbergen gibt. Eine Spanne reicht, das muss keine exakte Zahl sein.

Wenn Sie das nicht wollen, ist das legitim. Dann sollten Sie aber wenigstens sagen, dass nach Tarif oder darüber gezahlt wird, und dass über die Zahl im Erstgespräch offen geredet wird.

Bilder entscheiden mehr als Text

Zeigen Sie die Leute, mit denen der Neue arbeiten würde, und die Werkstatt, in der er stehen würde. Ein Gruppenfoto vom Team schlägt drei Absätze über Betriebsklima. Wer bei Ihnen anfängt, will wissen, ob er dorthin passt, und das entscheidet er in Sekunden anhand eines Bildes.

Die Bewerbung muss einfach sein

Ein Formular mit vierzehn Pflichtfeldern und Lebenslauf-Upload verliert Ihnen genau die Handwerker, die Sie suchen. Machen Sie es kurz: Name, Telefonnummer, ein Satz dazu, was er macht. Alles Weitere klären Sie am Telefon. Wer will, soll auch einfach anrufen dürfen, und die Nummer gehört sichtbar auf die Seite.

Ergänzen Sie eine Handynummer für WhatsApp, wenn das zu Ihnen passt. Ein erheblicher Teil der Bewerbungen kommt heute so, und wer das nicht anbietet, bekommt sie eben nicht.

Wo die Stelle sonst noch stehen sollte

Die Karriereseite ist die Grundlage, aber sie arbeitet nicht allein. Tragen Sie die offene Stelle auch in Ihr Google-Unternehmensprofil ein, dort gibt es dafür einen eigenen Beitragstyp. Wer nach Ihrem Betrieb sucht, sieht sie dann sofort, und das sind oft genau die Leute aus der Nachbarschaft, die Sie haben wollen.

Verlinken Sie die Seite außerdem aus Ihrer Signatur, von Ihrem Fahrzeug per QR-Code und aus jeder Anzeige, die Sie ohnehin schalten. Eine Stellenanzeige auf einem Portal läuft nach vier Wochen ab, Ihre eigene Seite bleibt und sammelt über Monate Sichtbarkeit bei Google.

Was Sie besser nicht schreiben

Wir sind ein junges, dynamisches Team. Steht in jeder zweiten Anzeige und sagt nichts. Schreiben Sie stattdessen, wie viele Leute Sie sind und wie das Durchschnittsalter aussieht. Das ist eine echte Information.

Belastbarkeit und Flexibilität setzen wir voraus. Übersetzt: Überstunden. Wer das liest, denkt genau das. Wenn es stimmt, sagen Sie ehrlich, wie es aussieht. Wenn es nicht stimmt, lassen Sie es weg.

Ein PDF mit Firmenbriefkopf. Nicht durchsuchbar, auf dem Handy schlecht lesbar, taucht bei Google praktisch nicht auf. Eine normale Seite kostet dieselbe Arbeit und wirkt zehnmal so lange.

Und danach: antworten

Der häufigste Fehler passiert nach der Website. Bewerbungen bleiben tagelang liegen, weil gerade viel zu tun ist. Genau in diesen Tagen bewirbt sich derselbe Mensch bei zwei weiteren Betrieben. Wer innerhalb von 24 Stunden zurückruft, hat einen Vorsprung, der nichts kostet.

Eine Karriereseite ersetzt keine Personalarbeit. Sie sorgt aber dafür, dass die Leute, die suchen, Sie überhaupt finden. Damit die Seite auch bei Suchen wie Elektriker Stelle Meckenheim auftaucht, braucht sie dieselbe Grundarbeit wie jede andere Seite, und die steht unter SEO-Optimierung. Sie sorgt dafür, dass die Leute, die suchen, Sie überhaupt finden, und dass sie einen Grund haben, sich zu melden.

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Wir bauen sie so, dass Bewerber sie finden und der Kontakt in zwei Minuten erledigt ist. Erzählen Sie uns kurz, wen Sie suchen.

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