Ladezeit: warum drei Sekunden entscheiden
Warum große Bilder die häufigste Bremse sind.
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Echte Bilder schlagen jede Bildagentur. Welche fünf Motive Sie brauchen und mit welchen sechs Regeln das Handy dafür ausreicht.
Die häufigste Verzögerung bei Website-Projekten hat nichts mit Technik zu tun. Es sind die Fotos. Alle wissen, dass echte Bilder besser wirken als Bildagentur, und trotzdem liegen am Ende oft nur drei unscharfe Aufnahmen vom letzten Betriebsfest vor. Dieser Artikel soll das ändern. Das meiste davon schaffen Sie mit dem Gerät, das Sie ohnehin in der Tasche haben.
Menschen erkennen Katalogfotos, auch wenn sie es nicht benennen können. Das lächelnde Model mit Bauhelm signalisiert unbewusst: Hier hat sich jemand keine Mühe gegeben. Ein leicht schiefes Foto Ihres echten Teams vor dem echten Transporter signalisiert das Gegenteil. Bei lokalen Betrieben, wo Vertrauen den Ausschlag gibt, ist das kein kleiner Unterschied.
Das Team. Alle zusammen, draußen, im Schatten. Kein Studio, keine verschränkten Arme. Wenn möglich in Arbeitskleidung, weil das zeigt, worum es geht.
Die Arbeit. Zwei oder drei Aufnahmen davon, wie bei Ihnen gearbeitet wird. Nicht gestellt, sondern im Ablauf. Auch das halbfertige Bad ist ein gutes Motiv, es zeigt Können.
Das Ergebnis. Vorher und nachher, aus möglichst demselben Blickwinkel. Das ist bei Handwerk und Gestaltung das überzeugendste Bildpaar überhaupt.
Der Ort. Eingang, Werkstatt, Praxisempfang. Wer weiß, wie es bei Ihnen aussieht, kommt leichter das erste Mal.
Der Chef. Ein ordentliches Porträt vom Inhaber. Auf Kontaktseiten ist das oft das meistbetrachtete Bild der ganzen Website.
Licht von vorn, nicht von hinten. Der häufigste Fehler ist das Fenster im Rücken der Person. Drehen Sie sich um, dann stimmt es meistens schon.
Bewölkter Himmel ist besser als Sonne. Direkte Mittagssonne macht harte Schatten in Gesichtern. Ein grauer Tag ist für Personen das bessere Wetter.
Querformat. Websites sind breiter als hoch. Hochformat lässt sich schlecht einbauen, oder es wird beschnitten, meistens genau an der falschen Stelle.
Aufräumen vor dem Auslösen. Der Kaffeebecher, der Kabelsalat, der Karton in der Ecke. Zehn Sekunden Aufräumen sparen zehn Minuten Bildbearbeitung.
Mehr machen als nötig. Von jedem Motiv zehn Aufnahmen, leicht versetzt. Speicherplatz kostet nichts, ein zweiter Termin schon.
Keine Filter. Was heute modisch aussieht, wirkt in zwei Jahren datiert. Ein unbearbeitetes Bild lässt sich später immer noch anpassen, umgekehrt nicht.
Ein Fototermin lohnt sich mehr, als die meisten denken, weil dieselben Aufnahmen an vier Stellen arbeiten. Auf der Website. Im Google-Unternehmensprofil, wo aktuelle Bilder messbar mehr Klicks bringen. In Stellenanzeigen, wo Bewerber sehen wollen, wo sie landen würden. Und auf gedruckten Sachen, von der Fahrzeugbeschriftung bis zur Mappe.
Planen Sie deshalb gleich mit, dass Sie Motive im Hoch- und im Querformat brauchen. Für die Website Querformat, für Profile und gedruckte Sachen oft Hochformat. Wer beim Fotografieren daran denkt, spart sich den zweiten Termin.
Ein Bild direkt aus dem Handy hat schnell vier Megabyte. Auf der Website reichen davon selten mehr als zweihundert Kilobyte. Wenn Sie die Bilder selbst hochladen, verkleinern Sie sie vorher, sonst haben Sie die schönen Fotos und dafür eine lahme Seite.
Als Faustregel: 1600 Pixel Breite reichen für fast jeden Einsatz auf einer Website, auch auf hochauflösenden Bildschirmen. Kostenlose Werkzeuge im Browser erledigen das in Sekunden. Wer die Seite von uns bauen lässt, muss sich darum nicht kümmern, das machen wir beim Einpflegen mit.
Holen Sie sich die Einwilligung Ihrer Mitarbeiter, am besten schriftlich und mit dem Hinweis, wofür die Bilder verwendet werden. Das ist keine Förmlichkeit, sondern Pflicht, und es erspart Ärger, wenn jemand den Betrieb später verlässt. Bei Kundenaufnahmen gilt dasselbe, und zwar bevor fotografiert wird.
Für das Inhaberporträt und für Räume mit schwierigem Licht. Ein halber Tag mit einem Fotografen kostet weniger, als die meisten vermuten, und liefert Material für Jahre. Für alles andere reicht ein aktuelles Handy erstaunlich weit.
Was Sie auf keinen Fall tun sollten: aus Unsicherheit gar nichts liefern und die Seite mit Bildagenturmaterial füllen. Ein mittelmäßiges echtes Foto schlägt ein perfektes falsches. Und wenn Sie ohnehin gerade am Erscheinungsbild arbeiten, lohnt es sich, Bilder und Gestaltung gemeinsam zu denken. Wie wir das angehen, steht unter Logo und Branding.
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