Wie viele Seiten braucht eine Handwerker-Website?
Damit Sie beim Vergleichen wissen, was eine faire Seitenzahl ist.
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Drei Angebote für dieselbe Website, Summen zwischen 900 und 9.000 Euro. Sechs Fragen, mit denen Sie das sortieren.
Drei Angebote für dieselbe Website, und die Summen liegen zwischen 900 und 9.000 Euro. Das ist kein Ausreißer, das ist der Normalfall. Für jemanden, der so etwas alle zehn Jahre einkauft, ist die Lage kaum zu durchschauen. Dieser Artikel ist eine Hilfe zum Vergleichen, geschrieben von Leuten, die selbst solche Angebote schreiben.
Weil unter dem Wort Website völlig unterschiedliche Dinge verkauft werden. Eine vorgefertigte Vorlage mit ausgetauschtem Logo und Ihren Texten ist etwas anderes als eine gebaute Seite mit eigener Struktur, geschriebenen Inhalten und lokaler Optimierung. Beides kann richtig sein. Falsch wird es, wenn Sie das eine bezahlen und das andere erwarten.
Wie viele Seiten sind enthalten, und was kostet eine weitere? Ohne diese Angabe ist der Preis nicht vergleichbar. Fünf Seiten für 1.200 Euro und zehn Seiten für 1.800 sind sehr unterschiedliche Angebote.
Wer schreibt die Texte? Der häufigste versteckte Posten. Wenn im Angebot steht, dass Texte vom Kunden geliefert werden, ist das legitim, aber es bedeutet mehrere Tage Arbeit für Sie. Fragen Sie, was es kostet, wenn die Agentur schreibt.
Wie viele Korrekturschleifen? Zwei ist üblich. Wenn nichts dazu dasteht, wird es später Diskussionen geben, und die enden selten zu Ihren Gunsten.
Was kostet es laufend? Domain, Hosting, Wartung, Lizenzen für Systeme oder Erweiterungen. Ein günstiger Angebotspreis mit 80 Euro Monatsgebühr ist nach drei Jahren teurer als ein höherer ohne.
Wem gehört was am Ende? Domain, Zugänge, Dateien, Inhalte. Lassen Sie sich schriftlich geben, dass alles Ihnen gehört und Sie es auf Wunsch ausgehändigt bekommen. Das ist der Punkt, an dem Wechsel später scheitern.
Was passiert mit den bestehenden Google-Platzierungen? Wenn eine alte Seite ersetzt wird, braucht es Weiterleitungen von den alten Adressen auf die neuen. Fehlt das, ist Ihre über Jahre aufgebaute Sichtbarkeit am Tag des Umschaltens weg. Steht das im Angebot?
Nehmen wir einen Sanitärbetrieb mit vier Leistungen, der eine neue Website braucht. Angebot A liegt bei 900 Euro, Angebot B bei 2.400, Angebot C bei 7.000.
Bei A stellt sich heraus: eine Vorlage, drei Seiten, Texte vom Kunden, keine Weiterleitungen von der alten Seite, dafür 39 Euro im Monat Systemgebühr auf 36 Monate. Macht real 2.300 Euro und eine Seite, die für drei der vier Leistungen nicht gefunden wird.
Bei B: sechs Seiten, eine je Leistung, Grundoptimierung enthalten, Texte gemeinsam erarbeitet, Weiterleitungen dabei, laufend 15 Euro für Domain und Hosting. Nach drei Jahren rund 2.900 Euro.
Bei C kommt ein Markenworkshop dazu, ein Fotoshooting, eine Bildwelt und ein Handbuch. Das kann richtig sein, wenn Sie ohnehin einen neuen Auftritt brauchen. Für einen Betrieb, der einfach mehr Anfragen will, ist es die falsche Baustelle.
Erst wenn Sie so rechnen, wird aus drei Zahlen eine Entscheidung. Zur Orientierung, wie das bei uns aussieht: alle Zahlen stehen offen auf der Preisseite.
Garantierte Platzierungen. Niemand kann Platz eins bei Google zusagen, weil niemand außer Google über die Reihenfolge bestimmt. Wer es trotzdem verspricht, verkauft entweder Anzeigen oder Begriffe, nach denen niemand sucht.
Langlaufende Verträge für die Website selbst. Wartung im Monatsabo ist normal. Wenn aber die Website nur gegen 60 Monate Laufzeit zu haben ist, zahlen Sie am Ende ein Vielfaches und besitzen im Zweifel nichts davon.
Kein Ansprechpartner, nur ein Vertriebsteam. Fragen Sie, wer die Seite tatsächlich baut und ob Sie mit dieser Person sprechen können. Wenn die Antwort ausweicht, wissen Sie genug.
Druck. Angebote, die nur diese Woche gelten, sind ein Vertriebswerkzeug und kein Preis.
Ein faires Angebot erkennen Sie an vier Dingen. Es ist verständlich geschrieben, nennt eine feste Summe, listet auf, was enthalten ist und was nicht, und benennt die laufenden Kosten offen. Es sagt Ihnen im Zweifel auch, dass Sie etwas nicht brauchen.
Wenn Sie ein Angebot vorliegen haben und unsicher sind: Lassen Sie es sich von jemandem ansehen, der nichts davon hat. Das darf auch gern jemand anderes sein als wir. Die sechs Fragen oben beantworten die meisten Unklarheiten schon von allein. Und wenn Sie vorher wissen wollen, was in einem Website-Projekt überhaupt an Arbeit steckt: Das haben wir unter Webdesign aufgeschrieben.
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